„Go”-Spieleabende

Jeden Dienstag ab 19:30 Uhr – ein strategischer Spielspaß für jung und alt!

Wir treffen uns im Sulzberg Forum zum freien Spielen. Interessierte, Anfänger und Fortgeschrittene sind jederzeit herzlich willkommen. Wer Spielmaterial zu Hause hat, darf das gerne mitbringen.

Kontakt:
Peter Nübel heidelbeermüller@web.de
Telefon: 07444 / 6216 geschäftlich, 07444 / 916514 privat 

Was ist Go eigentlich?

Go entstand vor über 4000 Jahren im alten China und verbindet vorzüglich die Schönheit der Form mit strategischer Tiefe. Es schult analytische und intuitive Fähigkeiten, denn der Spieler muss Zugabfolgen vorhersehen und ein Gespür für Brettsituationen entwickeln. Viele Jahrhunderte lang wurde es in Palästen und Klöstern gespielt und galt als die „Hohe Schule“ der geistigen Auseinandersetzung. Über Korea fand es im 7. Jahrhundert den Weg nach Japan und ist heute in China, Korea, Taiwan und Japan zu so etwas wie einem Volkssport geworden, mit vielen Millionen aktiven Spielern. Die Zahl der spielbaren Varianten übersteigt dabei selbst die des Schach um ein Vielfaches.

Eine Legende besagt, dass ein Holzfäller für sein Tageswerk in den Wald ging und auf einem Berg zwei Mönche traf. Diese saßen an einem steinernen Tisch und spielten Go. Fasziniert sah er zu und stellte seine Axt zur Seite. Nach Beendigung der Partie verschwanden die Mönche in den Wolken. Der Stiel der Axt war inzwischen vermodert, die Klinge verrostet. In seinem Dorf aber fand der Holzfäller keinen bekannten Menschen mehr vor.

Es lässt ich heute nicht mehr feststellen, ob sich das vor über 4000 Jahren so zugetragen hat oder ob nicht eine andere Legende zutrifft, nach der Go erfunden wurde, um die unterentwickelten Geisteskräfte der kaiserlichen Söhne von Kaiser Yao und Kaiser Shun positiv zu beeinflussen.

Erwiesen ist dagegen, dass das in China entstandene Spiel bereits 1000 Jahre vor Christus eine allgemein bekannte Sache war. Es erlebte mehre Höhepunkte, unter anderem in der Epoche der Han-Dynastie 206 vor bis 200 nach Christus oder der Tang-Dynastie 618 bis 906 nach Christus.

Go fand über Korea den Weg nach Japan. Dort wurde es lange Zeit von Mönchen und Soldaten gespielt, bis es sich im 8. Jahrhundert während der Tang-Dynastie am Hof des Kaisers und in der Aristokratie verbreitete. Die chinesischen Regeln wurden weiterentwickelt und alle noch vorhandenen mystischen Elemente eliminiert. Damit wandelte sich das Spiel zu einer verfeinerten geistigen Tätigkeit des Hofes und der Aristokratie. Im 13. Jahrhundert verbreitete es sich dann unter den Wohlhabenden und erlebte zur Zeit des geeinten Japans ab dem 17. Jahrhundert seine höchste Blüte. Mönche, Dichter und Kaufleute wurden durch ihr Können im Go berühmt, es wurden 4 Go-Schulen gegründet und ein Go-Minister eingesetzt, der das jährliche Turnier am Hofe des Shoguns ausrichtete. In dieser Zeit wurden auch die Grade Kyu für Schüler und Dan für Meister eingeführt.

Die Regeln des Go-Spiels sind einfach und schnell erlernt, es gibt nämlich nur vier. Es werden schwarze und weiße Steine auf die Schnittpunkte eines 19×19 Linien großen Gitternetzes gelegt. Schwarz beginnt und setzt den ersten Stein auf das leere Brett. Es wird abwechselnd gesetzt. Beim Setzen verfolgt man zwei Ziele: Gebiet abstecken und gegnerische Steine fangen. Ein einmal gesetzter Stein bleibt liegen und wird nicht mehr bewegt, es sei denn er wird geschlagen und vom Brett genommen. Es wird solange weiter gespielt, bis sich beide Spieler einig sind, dass es keinen sinnvollen Zug mehr gibt. Jeder umschlossene freie Schnittpunkt zählt einen Punkt, ebenso jeder gefangene Stein. Go ist ein Spiel von Geben und Nehmen. Um zu gewinnen, braucht man den Gegner nicht „vom Brett zu fegen“ – mit einem Punkt zu gewinnen ist genug. Nur selten endet eine Go-Partie unentschieden.

Ein Handicap-System gibt jedem gleiche Gewinnaussichten, wenn der Unterschied in der Spielstärke nicht zu groß ist. Es wird damit zu einem geeignetem Familienspiel für jung und alt

Mehr Infos auch unter

https://www.spiegel.de/fotostrecke/spielregeln-einfach-erklaert-so-geht-go-fotostrecke-135186.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Go_(Spiel)

Go_Impressionen im Sulzberg Forum